Jazz - die "andere" Musik


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Arten des Jazz

Wenn man sich einen Überblick über die Arten der Jazz Musik verschaffen will, so kann dieser nie vollständig sein. Einmal gibt es ewige Diskussionen bei einigen Musikrichtungen, ob das nun Jazz oder was anderes sei, andererseits werden ab und an neue Jazz Richtungen und Abarten erfunden und gespielt.

Aber die klassischen oder den Bereich des alten Kerns, den kann man sehr wohl hier mal abhandeln. Beginnen muss man auf jeden Fall mit den Anfängen. Also dem

New Orleans Jazz. Dieser entstand so um 1900 und hat sich wie der Name schon sagt in New Orleans formiert und ist die Wurzel des Jazz.

Schon 1910 kam der Dixiland Jazz, welcher eine Abart des New Orleans Jazz ist und von den Weißen Jazzmusikern gespielt wurde. Er ist weicher und harmonischer als der New Orleans Jazz. Den meisten Jazz Liebhabern (vor allem den Weißen) ist dieser der liebste Jazz, da er die Ohren umschmeichelt.

1920, als der Jazz nach Chicago kam, wurden aus den bisher bestehenden 2 Jazzarten wieder eine. Eben der Chicago Jazz. Ab hier wurde das Saxophon das wichtigste Instrument im Jazz.

Die Massen wurden erst mit dem Swing, der 1926 das Licht der Welt erblickte auf den Jazz aufmerksam. Er entstand aus dem Zusammenschluss mehrerer kleiner Bands zu so genannten Bigbands.
Parallel dazu entstand in Europa der Gypsy Jazz wo hier die Geigen und Gitarren unbedingt dazu gehören. Nur zur Information die Gypsy waren Zigeuner. Daher auch der Wechsel der Instrumente

Mit dem Bebop wurden 1943 die Grundsteine für den später nachfolgenden Modern Jazz gelegt. Hier wurde der Freiheit für Schlagzeug und Bass mehr Freiraum eingeräumt und größere Zeiträume mit reiner Improvisation eingebaut.

Mit dem Latin Jazz haben wir nun eine Moderne Jazzart, die sich so um 1947 bildetet. Hier flossen Teile aus der Lateinamerikanischen Musik in den Jazz mit ein. Also eine Mischung aus Karibik und Jazz. Ein allseits bekannter Pionier des Latin Jazz war Dizzy Gillespie.

Der cool Jazz entstand 1948 aus der introvertierten Grundhaltung des musizierens aus dem Bebop heraus. Langsamere Tempi und weite Klangbögen runden das Paket zu einer Coolen Sache ab. Wer einen typischen Vertreter zu dieser Musikrichtung sucht, wird in Miles Davis den richtigen finden.
Der West Coast Jazz ist eine weiter Untervariante dieser Jazzrichtung, die die Unterhaltungsbedürfnisse vieler befriedigen möchte.

Der Bebop hat sich dann 1955 zum Hard Bop weiter entwickelt. Er wurde rhytmischer und nahm Teile aus der neueren afroamerikanischen Unterhaltungsmusik in sich auf.
Der Soul Jazz die in den frühen 60ern entstand ist eine Weiterentwicklung davon

Am Ende der 50er entstand dann der Free Jazz. Synonym für freies und ungebundenes Improvisationsspiel. Es wurde davon auch der Avantgarde Jazz abgeleitet der in der intellektuellen Szene sehr en vogue ist.

Bei der Jazz-fusin (am Ende der 60er) wurden andere Stilrichtungen mit dem Jazz verwoben. Insbesondere die Rock und Funkmusik wurden hier eingebaut und auch der Einsatz von verstärker Musikinstrumenten wurde nun forciert. Damit wurden auch E-Gitarren oder E-Piano im Jazz heimisch.
Ab diesem Zeitpunkt ist der weitere Werdegang der Jazz Musik nur mehr für Kunstliebhabern und Kritiker durchschaubar. Doch die Anfänge der Jazz Musik sollten jetzt für alle erkennbar sein.

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